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Der Mundbereich
Aufgrund der speziellen entwicklungsgeschichtlichen und entwicklungspsychologischen Bedeutung muss das anatomisch und psychologisch zusammenhängende
Gebilde als „Mundorgan“ bezeichnet werden. Es gibt kein Organ, das miteiner derart hohen sensorischen Qualität und Diskrimination ausgestattet ist, wie das
Mundorgan. Die hohe Bedeutung für die psychische Entwicklung manifestiert sich in der umfangreichen Literatur und klinischen Bedeutung der „oralen Phase“.
Japanische Wissenschafter haben nachgewiesen, dass da situative Lernvermögen von Ratten durch die Entfernung von Molaren eingeschränkt wird. Als Hypothese
knüpfe ich an die Theorie von Prof. A. Tomatis (Paris) an, der mit intrauterinen Frequenzen therapiert. Entwicklungsphysiologisch ist der Unterkiefer Teil der
Gehörknöchelchen, die erzeugten Frequenzen beim Kauen sind ähnlich den Tomatisfrequenzen.
Der Erstintimkontakt mit der Umwelt geschieht über da Ohr, die Haut und das Mundorgan. Aufgrund der im Säuglingsalter noch nicht voll ausgebildeten Geschmacksknospen kann die Nahrungsaufnahme durch das Mundorgan nur im Stadium des Urvertrauens gelingen - jede Täuschung kann tödliche Folgen haben. Letztendlich wird die Welt zunächst durch den Mund „begriffen“ und „erfahren“, Objekte werden durch das Mundorgan getestet.
Der sehr kurze Abriss zeigt die große Bedeutung des Mundorgans für die psychische Entwicklung und das seelische Befi nden. Auf die wichtige Bedeutung des
Mundorgans als Sexualorgan soll hier aus Platzgründen nicht eingegangen werde. Es resultiert die Forderung nach einer anderen Betrachtungsweise des Patienten,
als es bisher vermittelt wird (Zahnmedizin als Biomechanik).
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