Erfahrungsbericht Karl-Heinz R.
ERFAHRUNGSBERICHT KARL-HEINZ R.
Sehr geehrter Herr Dr. ...
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Sie werden sich jetzt fragen - wer bedankt sich und wofür.
Ganz einfach. Ich gehöre zu den Patienten, die "Angst vorm Zahnarzt" haben.
Zu meiner "zahnärztlichen" Vorgeschichte:
Vor 1976 kleinere Behandlungen, an die ich mich kaum noch erinnern kann.
1976 Anfertigung einer Krone ( also vor 24 Jahren )
Von 1976 bis Ende 1999 war ich lediglich zwei Mal beim Zahnarzt und nur deshalb, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushielt. ( Zwei Zähne wurden gezogen. )
Im November 1999 habe ich im Internet die Begriffe Zahnarzt und Angst eingegeben und habe so Ihre Seite gefunden. Auf dieser Seite ( www.oralophobie.de ) haben Sie sehr exakt meine Ängste beschrieben.
Gewappnet mit dem Ausdruck Ihrer Seite habe ich im Dezember 19999 einen Besprechungstermin beim Zahnarzt meiner Frau vereinbart.
Vor diesem Beratungsgespräch hatte ich einfach meinen Arbeitskollegen und Freunden gesagt: "Ich gehe am 21.12. zum Zahnarzt." Vor mir selbst hätte ich kneifen können, aber nicht vor den Kollegen und Freunden. Diese konnten das nicht glauben, weil sie wussten und weil es auch deutlich zu sehen war, dass ich schon jahrelang nicht mehr beim Zahnarzt war.
Der Zahnarzt den ich aufsuchte ist sehr auf meine Ängste eingegangen, hat mir die erforderlichen Behandlungen erklärt und mit mir zusammen einen Behandlungsplan festgelegt. Das komplette Praxisteam war über meine Ängste informiert, so bekam ich z.B. immer den letzten Termin eines Tages, hätte die Behandlung abbrechen können, usw.
Beim ersten Termin hätte ich eine Orange zwischen den Beinen ausdrücken können, so verkrampft war ich. Mir war übel vor lauter Aufregung und dem Ungewissen, das auf mich zukommt. Stehe ich das durch usw.. Inzwischen habe ich 12 Termine erfolgreich hinter mich gebracht und kenne die Arbeitsabläufe. Angenehm ist eine Behandlung nicht aber ich hatte bisher keine Schmerzen. 5 bis 6 Termine stehen noch an.
Inzwischen gewinne ich mehr und mehr an Selbstvertrauen. Es ist ein tolles Gefühl wenn man sein Angst überwunden hat. " Früher " war ich verärgert, wenn mich jemand auf meine schlechten Zähne angesprochen hat und bin jedem Gespräch über Zahnarzt, Zähne usw. ausgewichen.
Heute kommt es schon einmal vor, dass ich einen Kollegen, der über Zahnschmerzen klagt, frage: Soll ich für dich einen Termin vereinbaren? Dann kannst Du beim nächsten Mal mit mir zusammen zum Zahnarzt gehen. Vor vier Monaten wäre das noch unvorstellbar gewesen.
Für alle Betroffenen ist es wichtig folgendes zu erkennen:
Man muss erkennen, dass dringend was getan werden muss. Das weiß man selbst, verdrängt das Problem und verschiebt es auf später.
Man muss jemanden finden, mit dem man über seine Angst sprechen kann. Wenn sich im Bekanntenkreis niemand findet, kann ich vielleicht helfen unter e - Mail: cadkon@gmx.net
Man muss sich einen Arzt seines Vertrauens suchen. Man sollte einen zweiten oder auch dritten Zahnarzt aufsuchen, wenn man nicht das Gefühl hat mit seinem Problem richtig aufgehoben zu sein.
Und auch mit ihm offen über seine Ängste sprechen.
Der Erfolg stellt sich nach den ersten Behandlungen von selbst ein, so dass man fast nicht mehr bremsen ist und die komplette "Renovierung" möglichst schnell abgeschlossen haben möchte.
Ich bin froh, dass es Ihre Seite im Internet gibt und dass sie mir geholfen hat meine Angst zu überwinden.
Meine Email Adresse können Sie gerne an andere Betroffene weitergeben, die den Schritt zum Beratungsgespräch oder zur ersten Behandlung noch nicht geschafft haben.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Heinz R.
Wer direkten Kontakt mit dem Verfasser des Erfahrungsberichtes aufnehmen will, kann ihn erreichen unter cadkon@gmx.net.

